Partnergemeinden sitzen im selben Boot

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die "Schuhkarton-Gemeinde" Minden-Mitte den folgenden Bericht auf ihrer Internetseite:

Am Sonntag, 31.05.2015, erhielt die neuapostolische Gemeinde Minden-Mitte Besuch von ihrer Partnergemeinde aus Salzgitter-Lebenstedt.

Für einen gemeinsamen Tag in Minden hatten sich gut 130 Teilnehmer beider Gemeinden gemeldet. Bereits gegen 7:00 Uhr morgens waren die Glaubensgeschwister aus Salzgitter-Lebenstedt im Bus nach Minden unterwegs. So empfingen die Mindener ihre Partnergemeinde vor dem Gottesdienst mit der Möglichkeit, in einer kurzen Pause im Foyer noch eine Tasse Kaffee zu trinken. Herzlich willkommen heißen konnte die Gemeinde Minden-Mitte auch Apostel i.R. Edmund Stegmaier, der die Projektgruppe Inhalte für den Internationalen Kirchentag (IKT) 2014 seinerzeit leitete.

Gemeinsame musikalische Gottesdienstgestaltung

Aus beiden Gemeinden bildete sich ein großer Chor, der abwechselnd von den Chorleiterinnen beider Gemeinden dirigiert wurde. Ein besonders feierlicher Moment zeichnete sich ab, als der Chor vor dem Abendmahl das Lied „Ich sinke still und anbetend“ (CB 236) anstimmte und der Refrain „Oh, wie wunderbar“ von der gesamten anwesenden Gemeinde mitgesungen wurde.

„Wir sitzen alle im selben Boot“

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause begann der gemeinsame Ausflug mit einem kleinen Spaziergang, der von der Kirche mittels der Glacis-Fußgängerbrücke über die Weser zum Schiffsanleger „Weserpromenade“ führte. Hier legte das Motorschiff der Mindener Fahrgastschifffahrt, die „Europa“, ab und begann seine Rundfahrt auf der Weser.

Zum Einsatz kam nun ein von Mindener Gemeindemitgliedern vorbereitetes Kennenlernspiel. Hierzu wurden mehrere kleine Gruppen gebildet, die jeweils zur Hälfte aus Teilnehmern der jeweiligen Partnergemeinde bestanden. Mit Hilfe eines Fragebogens interviewten sich die Gruppenmitglieder nun gegenseitig und kamen so tiefer ins Gespräch.

Vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten führte die Reise nun zum historischen Wasserstraßenkreuz. Hier wird der Mittellandkanal seit 1915 in einer Trogbrücke über die Weser und über die Weserwiesen geleitet. Auf der Weser, unter dem Mittellandkanal hindurch, führte die Tour der Partnergemeinden durch die Schachtschleuse. Diese wurde von 1910 bis 1914 als Nordabstieg zur Weser gebaut und bewältigt als kürzeste Verbindung zwischen den Wasserstraßen einen Höhenunterschied von 13 Metern.

Während der Schleusung nutzten die Glaubensgeschwister die hervorragende Akustik innerhalb der Schleuse für sich und sangen in Begleitung eines Gitarristen und eines jugendlichen Cajönspielers aus Salzgitter-Lebenstedt christliche Lieder.

Auf dem Mittellandkanal angekommen, verlief die Fahrt auf der Kanalbrücke über die Weser. Über den Südabstieg durch die obere und untere Schleuse ging es schließlich wieder zurück zum Anleger „Weserpromenade“.

Acer japonicum

Die Gemeinde Salzgitter-Lebenstedt kam nicht mit leeren Händen nach Minden. Neben einem Buch über Salzgitter durften sich die Mindener über einen japanischen Ahorn, Acer japonicum, freuen. Noch vor der Heimreise der Besucher wurde der Baum gemeinschaftlich von den Vorstehern beider Gemeinden im Vorgarten des Kirchengrundstückes eingepflanzt. Seinen Platz gefunden, erinnert der Acer japonicum nun an den gemeinsam verbrachten Tag der Partnergemeinden Salzgitter-Lebenstedt und Minden-Mitte.

Wiedersehen in Salzgitter-Lebenstedt

Seit ungefähr einem Jahr standen die Botschafter beider Gemeinden in einem herzlichen Austausch. Viele Helfer fanden sich, sodass der 31. Mai 2015 für beide Gemeinden ein besonderes Erlebnis werden konnte. Gerne nimmt die Gemeinde Minden-Mitte die Einladung ihrer Partnergemeinde an und freut sich auf ein Wiedersehen in der Gemeinde Salzgitter-Lebenstedt im Jahr 2016.

Ein Schuhkarton zeigt, was Gemeinde ausmacht

Die beiden Gemeinden lernten sich über eine Tauschbörse auf dem Internationalen Kirchentag (IKT) der Neuapostolischen Kirche zum Pfingstfest 2014 in München kennen. Ein Schuhkarton wurde gestaltet und mit Inhalten gefüllt, welche die Gemeinde charakterisieren und darstellen. Jede Gemeinde, die einen gefüllten Schuhkarton mitbrachte, durfte sich selbst einen Karton einer anderen Gemeinde aussuchen. So entstanden neue Verbindungen.