Mai-Feierlichkeiten-Marathon

„O happy Mai“ – an jeweils aufeinanderfolgenden Sonntagen ein besonderes Fest: Taufe von Zwillingen, Konfirmation von Drillingen, Silberne Hochzeit.

Am 11. Mai feierte die Gemeinde die Taufe der vier Monate alten Zwillinge Klara Christin und Hagen Walter. Die darüber herrschende große Freude drückte sich bereits in einem besonders kreativ und liebevoll gestalteten Altarschmuck aus. Zwei Blumenarrangements wurden von Taufkleidchen unterlegt, passenderweise in hellblau und rosa.

Über dem Gottesdienst stand als Leitwort die Zusage aus der Bergpredigt „Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“. Priester Olaf Klostermann, der die Segenshandlung durchführte, betonte, dass dieses Leitwort schön zu dem heutigen Anlass passe, und zwar in mehrfacher Hinsicht. So bedeute Klara in der Übersetzung „die Reine“ und Hagen wäre „der Beschützer“. In seiner Ansprache erwähnte er das alte Kindergebet „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Mit leichtem Schmunzeln verwies Olaf Klostermann auf eine alte Werbung, in der „sauber“ und „rein“ deutlich auseinandergehalten wurden. Wenn etwas rein ist, ist es völlig von Schmutz befreit. Ein durch und durch reines Herz kann es nur geben, wenn Jesus darin wohnt. Dies gelte nicht nur für die beiden kleinen Täuflinge, sondern auch für alle Anwesenden. Als nach der Taufe die fast rhetorische Frage gestellt wurde, ob man die beiden Kleinen im Kreis der Gemeinde willkommen heißen würde, da riefen besonders die Vorsonntagschüler in der ersten Bank mit lauter Stimme: „Ja, ja, ja, ja,…“ Dies wurde dann von unserer Fotografin zum Anlass genommen für ein schönes Erinnerungsfoto der beiden Hauptpersonen im Kreise der Kinder.

Am 18. Mai spendete Bezirksältester Jürgen Friedemann den Drillingen Max, Tim und Sophie den Segen zu ihrer Konfirmation. Es war nicht nur für die Konfirmanden und ihre Familie ein besonderes Erleben, sondern auch für die Gemeinde: Konfirmation von Drillingen und dies auch noch an deren 14. Geburtstag!

Die drei Konfirmanden berichten:

Schon lange fieberten wir diesem Tag entgegen. Der Altar war besonders schön geschmückt, die Blumen genau auf unsere Lieblingsfarben abgestimmt: orange und hellgrün. Auch unser Platz in der ersten Reihe war durch einen schönen Blumenschmuck geziert. Es war schon ein kribbliges Gefühl der Aufregung, doch wir waren ja nicht allein, wir waren ja zu dritt und fühlten die ganze Gemeinde hinter uns. Unser Ältester diente mit dem Bibelwort: „Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist...“(2. Timotheus 3,14 a) Nach der Hauptpredigt dienten noch unsere beiden Konfirmandenlehrer mit und berichteten von ihren Eindrücken aus der Zeit des Konfirmandenunterrichtes mit uns. Es war ein schönes Gefühl, dass sich bei ihnen und auch bei uns etwas Wehmut breitmachte. Wir freuten uns sehr, nun bald der Jugend anzugehören, waren aber auch gleichzeitig traurig, dass die schöne und intensive Zeit mit den Lehrern nun zur Vergangenheit gehörte. Als die Jugend uns dann noch mit dem Lied Nr. 96 aus dem Jugendliederbuch „Ins Wasser fällt ein Stein“ überraschte, freuten wir uns und fühlten uns von ihnen in ihrem Kreis willkommen geheißen. Der Chor rundete den sehr feierlichen Gottesdienst dann mit dem von uns so sehr gewünschten Lied Nr. 162 „Der Herr ist mein Licht“ ab. Als wir bei der Verabschiedung von sehr vielen Geschwistern mit Glück- Segenswünschen und Geschenken überrascht wurden, waren wir sehr überwältigt und dankbar.

Am 25. Mai feierte der langjährig tätige Jugendbeauftragte der Gemeinde mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. Den Segen spendete Bezirksevangelist Dirk Backhaus.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort Johannes 1, 48.49: „Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!“

Da sich das Silberpaar das Eingangslied 191 „Nimm Jesus in dein Lebensschiff“ gewünscht hatte, zog sich der Inhalt dieses Liedes als roter Faden durch den Gottesdienst. Ein besonderes Erlebnis war das Wunschlied „Lobe den Herrn, meine Seele“ zur Segenshandlung, welches der Chor, die Kinder und die ganze Gemeinde mitsangen. Dies wurde besonders von den Kindern begeistert aufgenommen. Da die Silberbraut neben vielfältigen anderen Aufgaben in der Gemeinde bereits viele Jahre als Lehrkraft in der Vorsonntagsschule tätig ist, handelte es sich bei den kleinen Sängern um ihre ehemaligen bzw. derzeitigen Schülerinnen und Schüler. Unser Vorsteher gab dem Silberpaar für die nächsten 25 Jahre noch das Bibelwort 1. Petrus 3, 9 mit auf den Weg:

„Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt“.

Text: M.R. mit Beiträgen von T.S.,M.S,S.S.,D.E. Foto: F.R.,M.L,B.K, R.G.