Vertraut doch einfach still

„… denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Dieses Bibelwort aus Matthäus 6, 13 diente als Grundlage des von Apostel Achim Burchard gehaltenen Gottesdienstes.

Eingehend auf das zum Eingang vorgetragene Chorlied „Herr, weil mich festhält deine starke Hand“ (CM 178) wurde in der Predigt ganz besonders der Wert des Vertrauens verdeutlicht. Egal wie die Lebensumstände sind: „Keine Panik, einfach vertrauen und Gottes Hand festhalten. Er wird uns führen.“

Der Apostel schuf einen Spannungsbogen zwischen Bibelwort und dem einstimmenden Vortrag des Chores, indem er die im Refrain des Chorliedes zum Ausdruck gebrachte Feststellung „vertrau ich still“ mit den vorangehenden Worten belegte „denn sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit“. Da ein „denn…“ in Vers 13 einen etwas ungewöhnlichen Satzanfang darstellt, muss man diesen in Beziehung zu Vers 12 setzen: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Damit wird deutlich, dass Erlösung und Erfüllung der Verheißung durch die Kraft und Herrlichkeit Gottes garantiert sind. Deswegen darf unser Vertrauen in ihn auch so umfassend und tief sein. Gott hat seinen Plan mit uns in seinen Händen und weicht keinen Millimeter davon ab. Diesen Plan verfolgt er konsequent, auch wenn wir das nicht immer so nachvollziehen können, weil unsere Maßstäbe ganz anders sind, als die seinen.

Nach der Hauptpredigt wurde mit den Kindern die übliche Nachbesprechung, die zur Kommunikation über Glaubensfragen und u.a. der Klärung von eventuell nicht verstandenen Begriffen und biblischen Zusammenhängen dient, durchgeführt. Als sie gefragt wurden, wie ihnen der Gottesdienst bisher gefallen hätte, gingen die Daumen spontan alle nach oben – eine Geste, die bisher noch nie vorgekommen war. „Es war alles so, dass wir es verstehen konnten.“ „Es war lebensnah.“ „Das war Klartext.“

Die Kinder hatten sich besonders gemerkt, dass der Apostel erläuterte, nicht nur unser Vater verfüge über ein Reich, er gab auch anderen sporadisch die Macht, Reiche aufzubauen. Christus wurden in der Versuchung durch Satan die Reiche der Erde gezeigt, er sollte sie haben, wenn er vor dem Bösen niederfiel. Auch irdische Herrlichkeit können wir in manchen Prachtbauten und Anwesen bewundern – das zu ihrer Entstehung beigetragene Unrecht und menschliche Leid ist bei oberflächlicher Betrachtung nicht zu erkennen. Zur Verdeutlichung nannten die Kinder alte Burgen, die chinesische Mauer und die Pyramiden des alten Ägypten. Die Herrlichkeit Gottes jedoch ist über allem erhaben und sie erwartet uns, unser Vater will diese Herrlichkeit mit uns teilen. Es lohnt sich daher, sich seinem Heilsplan zu überlassen.

Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ordination eines Priesters und zweier Diakone. Apostel Burchard dankte ihnen für die Bereitschaft, neben ihrem Einsatz in Beruf und Familie zusätzlich Zeit aufzubringen, um ehrenamtlich in der Gemeinde mitzuhelfen. Diese Handlung trug maßgeblich dazu bei, die durch den Gottesdienst bereits erzeugte stille Freude noch zu vergrößern.

Text: M.R. Foto: M.L.