Und keinem ging die Puste aus...

Dass man auch mit 60+, 70+ sogar 80+ nonstop über eine Stunde lang singen kann, gut akzentuiert, die Töne nicht nur anpeilend, sondern auch punktgenau treffend, das bewies zum wiederholten Male unser Seniorenchor anlässlich seines Herbstkonzertes.

Feierlich gekleidet, die Sängerinnen mit weißen Blusen und bunten Schals, die Sänger im feinen Zwirn, gab der Chor schon rein optisch ein sehr schönes Bild ab. Mit dem folgenden musikalischen Vortrag gelang es, viel Freude in die Zuhörerschaft zu transportieren – nicht zuletzt auch durch den trotz vollem Stimm- und Atemeinsatz kontinuierlich frischen und gut gelaunten Eindruck des gesamten Chores.

Singend defilierten die Senioren in den Kirchensaal und eröffneten damit die nachfolgende Darbietung. Der Dirigent, Priester i. R. Hartmut Beitat, begrüßte die Zuhörer und erläuterte, dass dieses Konzert unter dem Motto des 150-jährigen Jubiläums unserer Kirche stünde: Ein Glaube – ein Ziel. Dieses Motto hätte entscheidend zur Auswahl der vorgetragenen Lieder beigetragen. Im ersten Teil des Konzertes würde hauptsächlich über den Glauben gesungen und im zweiten Teil ginge es um unser schönes Ziel. Aufmerksam Beobachtende könnten während des Vortrages auch gleichzeitig viel über die Entwicklung unserer Kirche heraushören. Priester i.R. Beitat machte auch deutlich, dass die Wahl gezielt auf Lieder gefallen sei, die seit Jahren zwar immer wieder gern gehört würden, doch in der neuen Chormappe fehlten. So sollten die Zuhörer noch einmal in den Genuss dieser schönen Melodien kommen.

Es erklangen Lieder, wie zum Beispiel „Eins im Geist und Streben“, „Vater, hör mein Flehn“, „Willst du im Leben zufrieden sein“, „Nach der Heimat“ und viele andere altbekannte Weisen. Es beeindruckten dabei nicht nur der schöne Klang der Lieder und die schönen Texte, sondern auch das Zusammenwirken zwischen Chor und Dirigenten. Deutlich war zu erkennen, wie wichtig allen das gute Gelingen dieses Konzertes war und mit welcher Freude gemeinsam gearbeitet wurde.

Als dann zum Schluss des Konzertes eine Zuhörerin noch die Bitte nach dem Lied „Ich weiß eine liebe Kapelle“ äußerte, wurde auch dieser Wunsch erfüllt – und das ohne Noten, auswendig und ganz spontan.

Die Zuhörer äußerten dazu nach dem Konzert ihre Anerkennung. Dies freute den Dirigenten sichtlich, aber noch mehr erfreute ihn die Tatsache, dass der Chor zu 100 % vertreten war. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und andere Beschwerden wurden ignoriert, nur um dabei zu sein. Das alles muss man erst mal schaffen und nachmachen: Darum danke, lieber Seniorenchor, für dieses schöne Konzert, das uns so recht auf den am folgenden Tag stattfindenden Aposteldienst einstimmte.

Text und Foto: M.R.