Fühlt euch wie zuhause!

Diese Botschaft wurde zwar nicht deutlich ausgesprochen, aber durch ein nicht alltägliches Zusammensein in familiär zwangloser Runde gelebt. Am Gemeindetag in der Vorbereitung auf den Besuch des Apostels am folgenden Sonntag wurde „Gemeinschaft“ ganz groß geschrieben.

Als im Juni der Tag der offenen Tür stattfand, stellte das Gemeindeteam bereits fest, dass auch die Gespräche in der Runde der Geschwister von vielen als sehr wohltuend, motivierend und stärkend empfunden wurden. So kam die Idee auf, in Vorbereitung auf den Gottesdienst mit dem Apostel am 16. September einen gemeinsamen Tag miteinander zu verbringen. Dieser sollte kein spektakuläres Programm, sondern allen Geschwistern und Gästen die Gelegenheit bieten, mal „einfach so“ beisammen zu sein.

Die Einladung stieß auf große Resonanz innerhalb der Gemeinde und man freute sich auf den Tag. Das Gemeindeteam und viele Helfer hatten alle Hände voll zu tun, den Tag in schöner Weise vorzubereiten. So verwandelte sich zum Beispiel der Vorraum der Kirche in ein gemütliches „Vesperzelt“.

Um 12:00 Uhr konnte man schon sehen, wie die ersten Teilnehmer ihre Löffel zückten und auf die Suppe warteten. Kurz darauf war es dann soweit, der Vorsteher, Bezirksevangelist Dirk Backhaus, eröffnete das Beisammensein mit einem Gebet und bat um den Segen für die Speise. Im Angebot waren Erbsensuppe oder Gulaschsuppe. Dabei fungierte Bezirksevangelist Backhaus persönlich als Küchenchef und schöpfte die Gulaschsuppe aus einem großen Topf.

Nach dem Essen wurde es trotz „Programmlosigkeit“ für niemanden langweilig, zu viel hatte man sich zu berichten und auszutauschen. So erfuhr man vieles vom Leben des anderen, Dinge über die vielleicht nach dem Gottesdienst aus Zeitgründen gar nicht gesprochen werden konnte.

Über allem schwebte die Freude auf den kommenden Sonntag. Bereits am frühen Sonnabendmorgen hatte eine Schwester den Altar in wunderschöner Weise dekoriert. Dabei störte es sie nicht, von interessierten Augen beobachtet zu werden. Das kunstvolle und auch wertvolle Blumengesteck löste Bewunderung aus.

Auch die – neben Apostel Burchard – Hauptperson des folgenden Tages war anwesend: die kleine Charlotte Marie Kuleßa, die das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen würde.

Nach dem Essen kam man beim Betrachten eines Filmes über die Gemeindeaktivitäten der jüngeren Vergangenheit zu der staunenden Erkenntnis, „was hier eigentlich alles los gewesen war“. Ohne es so recht zu merken, hatte die Regie eine „Liebeserklärung“ an die Gemeinde abgegeben.

Im Anschluss folgte das Kuchenbuffet. Hier wurde eine große Auswahl an Kuchen und Torten – gebacken von fleißigen Händen aus der Gemeinde – angeboten und gern genascht.

Als man sich dann am späten Nachmittag trennte, lag noch viel Arbeit vor dem Gemeindeteam. Die Kirche sollte am nächsten Morgen in einem würdigen Zustand für den Festgottesdienst mit dem Apostel bereitstehen.

Am Sonntagmorgen betonte Apostel Burchard bezogen auf das Eingangslied, das unter Mitwirkung der Kinder gesungen wurde – oft und eindringlich: „Gott ist da“! Viele der Gottesdienstteilnehmer fühlten, dass sie das auch am Gemeindetag erlebt hatten. Dafür ein ganz herzliches Danke!

Text: M.R., Foto D.E, K.H, M.R.