Jahresmotto im Kinderlatein

„Dienet dem Herrn mit Freuden“ - das durch unseren Stammapostel ausgegebene Jahresmotto motiviert, macht Mut und schafft Freude. Darum machte es Evangelist Dirk Pusch zum Dreh- und Angelpunkt für einen Kindergottesdienst mit der Gemeinde.

Die Kinder der Gemeinden Salzgitter-Lebenstedt und Lengede Broistedt hatten sich im Vorfeld schon intensiv vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen überlegten sie, wer eigentlich der in der Losung angesprochene Herr ist, was dienen bedeutet und was sie, die Kinder, unter dem Begriff Freude verstehen.

Sie schrieben ihre Gedanken auf Moderationskarten, die sie vor Beginn des Gottesdienstes auf einer neben dem Altar stehenden Stellwand befestigten. Parallel zu dieser Vorbereitung war auch ein schönes Musikprogramm erarbeitet worden, das sowohl den Chor einbezog als auch die ganze Gemeinde zum Mitmachen animierte.

Begeistert stimmten alle nach dem Eingangsgebet in den, dem Motto ein bisschen angepassten Kanon „Lasst uns miteinander dienen, loben, preisen den Herrn“ ein. Danach folgte die Präsentation der an der Stellwand dokumentierten Gedanken. Die Kinder stellten unter anderem fest, dass der Herr nicht nur Gott, sondern auch der liebende Vater sei. Dienen könne man, wenn man bete und wenn man anderen helfe. Zum Thema Freude hatten sich besonders die Kinder des Religionsunterrichts Gedanken gemacht. Freude sei, wenn man einen Wunsch erfüllt bekomme oder wenn man eine schwierige Aufgabe erfolgreich bewältigt habe.

Evangelist Pusch ging auf diese Überlegungen ein. Er freute sich darüber, dass die Gedanken der Kinder im Originalton genannt waren. Es wäre nämlich für ihn ein bisschen schwierig gewesen, „zu nennen, was die Kinder denken“. Besonders schön sei es, dass Gott als Vater beschrieben worden ist. Als Vater, der uns hilft und der immer für uns da ist. Zum Thema „dienen“ sei von den Kindern auch sehr treffend das Beten genannt worden. Manchmal meine man etwas gut und es komme nicht unbedingt etwas Gutes dabei heraus. Wenn man aber bete, dann könne man gar nichts falsch machen.

Der Gottesdienst wurde durch vielfältige musikalische Beiträge der Kinder umrahmt. So erklang unter anderem mit Gitarrenbegleitung, gespielt von einem Kind aus dem Religionsunterricht, das Lied „Lauda to si“. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete das temporeiche Lied „Gott ist da“. Hier sangen die Kinder die einzelnen Strophen und der Chor stimmte in den Refrain ein. Zuvor waren in der Gemeinde Klanghölzer verteilt worden. Man war darüber zunächst recht verwundert gewesen, aber dann nutzte sogar mancher Großvater und manche Großmutter die Klanghölzer eifrig zur rhythmischen Begleitung des Gesangs und der Klaviermusik.

Eines der Themen dieses Gottesdienstes war die Freude. Wer spätestens jetzt in die Gesichter der Anwesenden schaute, konnte feststellen, dass Freude nicht nur ein theoretischer Schwerpunkt war, sondern sich auch ganz konkret durch das Singen und die Begeisterung manifestierte.

Text: M.R. Foto: B.K.