Wir haben Freude zu verschenken!

An einem „Musiksonntag“ mit Kindergottesdienst, in dem eine Spende von 600 EUR und Spielsachen an den Kinderschutzbund überreicht wurden, gründet sich spontan der "KiElOma-Chor".

Die Spenden wurden an den Vorsitzenden des Kinderschutzbundes, Herrn Professor Dr. Metze, übergeben, der als Gast an dem Kindergottesdienst teilgenommen hatte. Bei der Spielsachenspende handelte es sich um eine spontane Idee der Kinder. Anschließend folgte ein gemeinsames Musikprogramm für Kinder und Eltern der Gemeinden Lebenstedt und Lengede-Broistedt.

Um ein kleines Mittagessen gut organisieren zu können, sollten sich alle Teilnehmer in eine Liste eintragen. Ergebnis war, dass die Kinder auch alle ihre Omas in die Liste schrieben und so blieb diesen gar nichts anderes übrig, als gemeinsam mit ihren Enkelkindern zu singen und zu musizieren. Als Ergebnis entstand der "KiElOma-Chor", der dann am folgenden Sonntag mit Liedern aus dem Workshop seine Premiere feierte.

Wir befragen einige Teilnehmer zum Geschehen:


Was ist eigentlich ein „KiElOma-Chor“?

O.K. (Dienstleiter): Dieser Chor besteht aus Kindern, Eltern und Omas und entstand im Rahmen der auf den Kindergottesdienst folgenden Musikaktionen.


Wie entstand die Idee zu diesem Sonntag und wie wurde alles organisiert?

D.P. (Gemeindevorsteher): Die Idee zu einem Musiksonntag entstand bei der Planung des Kindergottesdienstes innerhalb des pädagogischen Teams der Gemeinde.

Lara (9 Jahre): Ich habe auch bei der Planung mitgemacht. Da habe ich dann meine Meinung zu den Liedern, zum Klangspiel und auch zum Essen gesagt. Es wurde auch auf mich gehört, das fand ich gut.


Wie lautete das Thema des Kindergottesdienstes und wie wurde er gestaltet?

O.K. (Dienstleiter): Thema des Gottesdienstes war, dass Gott uns, wenn wir uns zu ihm bekennen, immer hilft. Als Beispiel diente die Geschichte der 3 Männer im Feuerofen und der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort „Denn es gibt keinen Gott, der retten könnte wie dieser!“(Daniel 3 aus 29)

C.R und S.V. (Mütter und Sonntagsschullehrkräfte):. Zunächst wurde der Altarschmuck von den Kindern sehr liebevoll gestaltet. Dann folgte ein Film mit der Bildergeschichte von den drei Männern im Feuerofen. Die hat uns besonders gefallen, denn sie stimmte gut auf das Thema ein. In der Predigt wurde auf die Vorbereitung der Kinder Bezug genommen. Im ersten Teil auf die der Sonntagsschulkinder, im zweiten auf die der Kinder aus dem Religionsunterricht.


Wie haben sich die Kinder auf den Sonntag vorbereitet?

Lara (9 Jahre): In der Sonntagschule haben wir zum Thema ein Plakat gemalt. Dann haben wir auch einen Feuerofen gebastelt und die drei Männer und den Engel reingestellt. Das haben wir dann auf den Altar gelegt.

Mia (5 Jahre): Wir haben Spielzeug mitgenommen. Das haben wir vor den Altar gelegt und Herr Dr. Metze schenkt das jetzt armen Kindern.

Annika (12 Jahre): Wir haben im Religionsunterricht Beispiele aufgeschrieben, was es bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen - genau so wie die 3 Männer im Feuerofen.


Nach dem Kindergottesdienst erfolgte die Spendenübergabe und Herr Professor Dr. Metze wandte sich an die versammelte Gemeinde:

Professor Dr. Metze: „Ich möchte mich im Namen des Kinderschutzbundes bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken und dies ganz besonders bei den Kindern. Es gibt in unserer Stadt Kinder, denen es nicht so gut geht, dies sind Kinder, die nicht auf der „Sonnenseite“ stehen. Für diese Kinder setzen wir uns ein und wollen helfen, dass alle etwas Sonnenschein abkriegen.


Lieber Vorsteher, was haben Sie gefühlt, als Sie nicht nur eine Geldspende von 600 EUR , sondern auch noch einen Karton mit schönen Spielsachen überreichen konnten?

D.P. (Gemeindevorsteher): Ich bin stolz auf unsere Kinder. Die Aktion mit den Spielsachen als Altarschmuck und gleichzeitige Spende war ihre Idee.


Auf den Gottesdienst folgten zwei verschiedene Workshops. Was wurde angeboten und wie kam alles bei den Teilnehmenden an?

A.B. und C.R. (Leitung Klangspiel „Drei Männern im Feuerofen“): Uns waren zwei Dinge besonders wichtig: Dass die Kinder gemeinsam mit Eltern und Omas das biblische Geschehen nicht nur wiederholten, sondern musikalisch nachempfanden und dass generationenübergreifend auf Augenhöhe agiert wurde.

M.R. und F.R. (Leitung "Singen mit Akkordeon und Gitarre"): Wir sangen gemeinsam mit den Gruppen und gaben Hintergrundinformationen zu den gewählten Liedern. Die Kinder sollten auch die Gitarre als Instrument in Aufbau, Umgang und Funktionsweise kennen lernen.

Kilian und Meriel (10 Jahre und 7 Jahre): Das Einüben der schönen neuen Lieder mit Frank und Martina hat Spaß gemacht. Bei der Klanggeschichte mit Andrea und Claudia haben wir viel gelacht. Das Lustigste war, dass fast jeder seinen Einsatz verpasst hat.

C.R. (Mutter und Sonntagsschullehrkraft): Ich finde es großartig, dass es jugendliche Geschwister waren, welche die Workshops für die Kinder so super und mitreißend gestalteten.


Es gab zwischen Gottesdienst und Workshop ein Mittagessen. Wie wurde das organisiert?

I.A. (Oma): Ich übernahm die Organisation der Verpflegung, so etwas mache ich sehr gern. Ich kaufte die Nudeln, machte Gulasch und eine Suppe. Andere Geschwister bereiteten leckere Saucen und halfen dabei, alles anzurichten und zuzubereiten.


Es war eigentlich ein Musiksonntag konzipiert für Kinder. Wie haben sich die Omas dabei gefühlt?

S.B. (Oma): Ich würde immer wieder gerne mitmachen. Es hat mir sehr viel Freude bereitet. Die Musik hat mich so mitgerissen, dass ich am liebsten getanzt hätte. Vielleicht sollte man so etwas mal für die ganze Gemeinde anbieten?


Was hat euch an diesem Sonntag besonders gut gefallen?

Kilian und Meriel (10 Jahre,7 Jahre): Das Essen hat gut geschmeckt. Es war auch schön, dass die Omas mitgemacht haben.

Mia (5 Jahre): Am schönsten war der Gottesdienst.

M.R und F.R (Singen mit Akkordeon und Gitarre): Am darauf folgenden Sonntag sang zum ersten Mal der "KiElOma"-Chor vor der Gemeinde. So wurde die Freude aus den Workshops weitergegeben.

D.P. (Gemeindevorsteher): Von wegen "für die Kinder"; auch als großes Kind kann ich die kindgerechte Predigt genießen. [...] Ich habe mal wieder erlebt: Musik mitmachen ist einfach viel, viel schöner, als nur zuzuhören und zuzuschauen!

Interview: D.E. und M.R. Fotos: P.V. und S.V.