Grünkohl oder Braunkohl – das ist die Frage

„Gruppe 60+ aktiv“ unternimmt Braunkohlfahrt ins Wilhelm-Busch-Dorf Mechtshausen mit anschließender Harzrundfahrt und Kaffeetrinken in Bad Harzburg.

Eine lustige Diskussion begleitete die Fahrt durch die fast vorfrühlingshafte Vorharzlandschaft nach Mechtshausen. Im Braunschweiger Land wird das schmackhafte Kohlgemüse als Braunkohl bezeichnet, man kennt es aber auch allgemein als Grünkohl. Egal, die Teilnehmer der Reisegesellschaft waren sich einig in der Vorfreude auf die zu erwartenden Genüsse und auf das Beisammensein in der Gemeinschaft.

In Mechtshausen im Landgasthof wartete bereits der allen wohlbekannte Bezirksälteste i.R. Heise mit seiner Gattin auf die Gruppe. Nun dauerte es auch nicht lange und Grün(Braun)kohl mit Bregenwurst und Bauchfleisch wurde aufgetragen. Alle Hobbyköche und Feinschmecker waren angetan, das Essen schmeckte ausgezeichnet. Ein Schnäpschen rundete den Genuss ab. Einige erlaubten sich dann noch einen kleinen Spaziergang durch den herrlichen Sonnenschein. Wie schön war es doch, die gute Luft zu genießen, nachdem es einige Tage zuvor so sehr gestürmt hatte. Dies betrachteten die meisten als Geschenk Gottes und drückten ihre Freude darüber auch entsprechend aus. Diese war nur dadurch etwas getrübt, dass 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen hatten absagen müssen und alle hoffen und wünschen, dass sie beim nächsten Mal dabei sind.

Anschließend hieß es Abschiednehmen vom Ehepaar Heise. Der Bezirksälteste drückte zum Spaß das Taschentuch an die Augen und tat so, als würde ihn der Abschiedsschmerz überwältigen. Dieser kleine Scherz hob die ohnehin schon gute Stimmung im Bus noch zusätzlich.

Weiter ging es durch die schöne Harzlandschaft, vorbei an Seesen, an Bad Grund mit einem von der Wintersonne vergoldeten Hübichenstein. Die gemütliche Fahrt verlief über Clausthal, an Sonnenberg vorbei zum Torfhaus. Hier konnte man noch Sportler beobachten, die mit den Langlaufski unterwegs waren, wenn auf den Loipen teilweise auch schon der grüne Rasen hervor schimmerte.

Als der Bus dann kurz vor Bad Harzburg geblitzt wurde, riet der Fahrer den in der ersten Reihe sitzenden Schwestern, sie sollten schöne Gesichter machen und lächeln. Er konnte das so gelassen sehen, weil die den Blitz auslösende Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h nur für LKW und nicht für Busse gilt.

Im Bad Harzburg erwarteten die Reisegruppe nach einem Minispaziergang bereits neben duftendem Kaffee und einem Stück Torte der Bischof i.R. Knigge mit seiner Gattin. Auch hier zeichnete sich die Begegnung durch Herzlichkeit und Wiedersehensfreude aus.

Nach diesem Verwöhnprogramm wurde um 17:00 Uhr die Heimreise angetreten. Es war ein rundherum schöner Tag voller Harmonie und voller Frieden.

Text und Foto: M.R.